Fair gehandelte Baby Alpaka Wolle

Baby Alpaka ist eine der wertvollsten und meist geschätzten Wollsorten weltweit. Das warme, extra feine Wollvlies der zierlichen Lama-Verwandten weist wie Pima Baumwolle einen natürlich seidigen Glanz auf und wird daher gerne als Gold der Inkas oder auch als Vlies der Götter bezeichnet.

Eigenschaften von Baby Alpaka Wolle

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  • Thermik: besonders temperaturausgleichend aufgrund der isolierenden Wirkung der innen hohlen Alpakafaser, die die Körperwärme im Winter speichert und bei Hitze im Sommer regulierend wirkt; Baby Alpaka ist bedeutend wärmer als gewöhnliche Schafwolle
  • Tragegefühl: weich wie Kaschmir, extrem leicht (Faserdurchmesser liegt bei 20.1 – 23.0 µ) und kratzfrei
  • Antibakterielle Wirkung: im Gegensatz zu Schafwolle weist Alpaka einen sehr geringen Anteil an Lanolin (Wollfett) auf; daher können sich auf der Faseroberfläche Bakterien nicht vermehren und sterben schnell ab, was Infektionen vorbeugt und zur besonderen Hautverträglichkeit beiträgt
  • Haptik: seidig weich und samtig glatt
  • Optik: natürlich seidig schimmernder Glanz (vgl. Pima Baumwolle)
  • Natürliche Farbenvielfalt: Alpakafasern finden wir in etwa 40 verschiedenen natürlichen Farbnuancen (bei 22 Hauptfarbtönen), angefangen von elfenbeinfarbenen Weiß- über Grau-, Braun- und Schwarztöne

Ursprung

Alpakas sind Teil der Familie der Lamas, die wir seit vielen tausend Jahren vor allem in den peruanischen Anden auf über 3500 m Höhe finden. Noch heute leben mehr als 90% aller Alpakas weltweit in den peruanischen Bergen.

Bereits einige hundert Jahre vor Entstehung des Inka-Reiches („Tahuantinsuyu“) entwickelte man im heutigen Peru Techniken, die es erlaubten, aus der edlen und warmen Alpakafaser hochwertige Textilien zu fertigen. Ihre Blütezeit erlebte die andine Faser unter den Inkas. Nur das Beste war für den Inkaherrscher, den „Nachkommen“ des Sonnengottes, gut genug. Und was seine Kleidung betraf, so wurden diesem Anspruch allein die Fasern von Alpakas und Vicuñas, ebenfalls eine Lama-Art, gerecht.

Bedeutung des "inkaischen Goldes"

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Schonende Schur nach alter Tradition.

Alpaka Wolle erfüllte gleich zweierlei Aufgaben. Zum einen durch ihren unverkennbar edlen Charakter, der durch die Einarbeitung von Goldelementen in die Kleidung nochmals betont wurde, zum anderen durch ihre besondere Thermik. Im auf über 3400 m gelegenen Cusco, dem Zentrum des Inka-Reichs und zugleich dem Regierungssitz der Inka-Dynastie, fallen die Temperaturen zeitweise auf unter 10 Grad ab, was wärmespeichernde Kleidung zwingend nötig macht.

Damals war es nur dem Sapa Inka, dem König, und seiner engsten Gefolgschaft vorbehalten Kleidung aus Alpaka zu tragen. Dieses Privileg ließ Alpaka schon früh zu einer Luxusfaser werden, die nur wenigen vorbehalten war. Das Volk hingegen musste sich mit schlichter und weniger feiner Lamawolle zufrieden geben.

Was noch zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Teil des Reichtums des Landes zählte drohte bereits kurz nach der Eroberung durch die Spanier in Vergessenheit zu geraten. Die peruanischen Lamas mussten nach und nach der Schafzucht Platz schaffen und die Bedeutung von Alpakas reduzierte sich auf ihre Funktion als Fleischlieferanten.

Wiederentdeckt wurde die einzigartige Alpakafaser erst wieder im Zeitalter der Industrialisierung, im 19. Jahrhundert. Ein Engländer namens Sir Titus Salt of London war es, der diverse Modehäuser auf die Besonderheit der Luxusfaser aufmerksam machte und damit entscheidend zur Wiederbelebung der Alpakazucht beitrug.

Heute gilt Alpaka als Luxusfaser, die vor allem von renommierten Modedesignern für exklusive Kleidungsstücke verwendet wird.

Das peruanische Lama und seine Wolle

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Alpakas sind Teil der Andenwelt.

Alpakas gehören zur Familie der Lamas und fühlen sich auf über 3000 m Höhe am wohlsten. In dem Altiplano, der Hochebene, wohnhafte Hirten kümmern sich um die Aufzucht und Schur der Alpakas. Die Aufzucht auf den unwegsamen und weitläufigen Ausläufern der peruanischen Anden ist aufwändig und sehr zeitintensiv, lohnt sich jedoch in Hinblick auf Qualität und Einzigartigkeit der Wolle.

Geschoren werden Alpakas zumeist einmal im Jahr, zu Beginn der Sommerzeit. Der Wollertrag pro Alpaka liegt bei durchschnittlich 3 kg.

Obgleich die Bezeichnung „Baby“ Alpaka die Vermutung nahe legt, dass es sich dabei lediglich um das Vlies von Jungtieren handeln kann, ist dies nicht ganz korrekt. Baby Alpaka meint ganz allgemein die erste Schur. Diese ist um einiges weicher und feiner als alle darauf folgenden Schuren. Dem geringen Ertrag und der herrlichen Weichheit dieser ersten Schur verdankt Baby Alpaka ihre besondere Qualität und Exklusivität.

Baby Alpaka Wolle von Mama Ocllo

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Handgestrickt unter fairen Bedingungen.

Für unsere handgestrickten Baby Alpaka Schühchen wird Wolle erstklassiger Qualität verwendet, die zum einen die nachhaltige Viehzucht in den Anden fördert und zum anderen zu einem wertvollen Zusatzeinkommen für unsere Strickerinnen in Puno führt.

Wichtig ist uns dabei die direkte Zusammenarbeit mit den Strickerinnen der NGO Manuela Ramos und damit der Verzicht auf Zwischenhändler. Auf diese Weise erhalten wir wertvolle Einblicke in die Produktionskette, können uns der fairen Arbeitsbedingungen versichern und sind in der Lage unsere handgestrickten Qualitätsprodukte auf dem deutschsprachigen Markt zu erschwinglichen Preisen anzubieten.

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