Köstliche und gesunde Brotboxen für Krippe und Kindergarten: meine besten Tipps

Auch für die Kleinen ist es wichtig sie mit einem leckeren, bunten und gesunden Frühstück zu stärken. Damit sie mit Spaß und Wissbegier den langen Vormittag in der Krippe oder dem Kindergarten durchhalten. Worauf sollten wir achten?

Es wäre toll, wenn das Frühstück so wäre:

  • Bunt und ansprechend
  • Nährstoffreich: Vitamine und Mineralstoffe
  • Gut verdaulich
  • Langanhaltende Energie liefert
  • Den Kindern schmeckt

Dies klingt ganz schön herausfordernd, oder? Vielen Kindern schmeckt das „klassische Frühstück“ wie z.B. Milch, Kakao, Mischbrot mit Honig, Nutella oder Salami gut.  Allerdings erfüllt dies die anderen Kriterien, wie bunt, nährstoffreich, leicht verdaulich, langanhaltende Energie, leider nicht. So ein Frühstück ist zu zuckerreich und zu nährstoffarm. Es gibt nur kurzfristig Energie.

Der Morgenimbiss zu Hause

Der erste kleine Morgenimbiss sollte zu Hause für die Kinder stattfinden. Auch für Frühstückmuffel wäre es gut zumindest eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen:

Obst: 1-2 Sorten in mundgerechten Stücken servieren

Obst-Smoothie: Obst nach Geschmack im Mixer pürieren. Pur oder mit etwas Pflanzenmilch nach Wahl und z.B. Kakao (Backkakao ohne Zucker) oder Zimt.

10 tolle Tipps für leckere und gesunde Brotboxen

Und wie sieht es nun mit dem zweiten Frühstück außer Haus aus? Was sollte in die Brotdosen für ein gesundes Kindergartenfrühstück?

Probiere es doch einfach mal aus. Bei meinen Tipps für leckere und gesunde Brotdosen ist bestimmt das eine oder andere dabei, was auf Anhieb gut klappt.

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1. Die Basis: viel frisches Gemüse

Die gesunde bunte Basis sollte viel frisches Gemüse in Form von bunter Rohkost in Stücken sein (z.B. rote/gelbe Paprika, Möhren, Kohlrabi, Gurke, Minitomaten, Radieschen). Dabei am besten drauf achten was Saison hat.

Möglichst bunt und abwechslungsreich. Dann essen es die Kids auch lieber. Wenn Gurken und Möhren „Bio“ sind, dann gut waschen und die sehr nähstoffreiche Schale dranlassen.

Auch mal als Möhrenlollis: Möhren längs vierteln und durch eine Gurkenscheibe piksen.

 2. Frisch, süß, lecker und gesund?

Zur Ergänzung ist auch frisches Obst hervorragend:. Am besten das, was gerade Saison hat, z.B. Apfel, Banane, Trauben, Pflaumen, Mandarinen, Nektarinen usw.

Bei größeren Kindern idealerweise als ganzes Obst mitgeben. Wenn das Kind das Obst, wie den Apfel nur geschnitten mag, dann zumindest mit Schale und z.B. nur in Viertel schneiden. Evtl. mit ein paar Tropfen Zitronensaft beträufeln, damit er nicht braun wird.

3. Vollkorn – für die Kleinen?

Bei Vollkorn wird das ganze Korn mit den Randschichten und dem Keimling gemahlen, dadurch sind erheblich mehr Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten.

Auch die Kleinen können dies schon essen, denn es kann fein vermahlen sein, ganze Getreidekörner sind nicht notwendig. Diese sind sehr schwer verdaulich und schmecken den Kindern meist nicht. Dann lieber ein Vollkornbrot mit Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen oder Sesam obendrauf oder auch innendrin verwenden. Das essen viele Kinder gerne.

Besonders wenn das Brot auch mal anders geschnitten wird, z.B. in Dreiecken oder als Herz mit Plätzchenausstecher.

4. Alternativen für Toast und Brötchen

Wenn Dein Kind Vollkornbrot noch nicht so mag, sind dies tolle Alternativen: Vollkorntoastbrot und Vollkornknäckebrot, aber auch Dinkelstangen und Dinkelkräcker (z.B. von DM). Die Dinkelkräcker und Dinkelstangen einfach so zum Knabbern zu Rohkost und Nüssen. Das Vollkornknäckebrot oder der Vollkorntoast können auch lecker und gesund belegt werden.

5. Herzhafter Brotbelag?

Da viele Eltern; und damit dann auch unsere Kinder; meist zu viel Wurst oder Käse essen, möchte ich hier ein paar gesunde bunte und leckere herzhafte Alternativen vorstellen.

  • Kressebrot mit Butter oder veganem Aufstrich: Kresse gibt es fertig im Gemüseladen oder Supermarkt zu kaufen. Oder einfach mal selbst im Kressesieb aussäen. Das finden die Kids toll!
  • Butter, Kräutersalz, Salatblatt oder Gurke,
  • Avocado (vorher mit einer Gabel zerdrücken) mit wenig Zitronensaft und Kräutersalz
  • selbstgemachter Kräuterfrischkäse,  aus Sojamilch (z.B. nach diesem Rezept )
  • ein toller Dipp: in einem kleinen Döschen separat mitnehmen und in die große Brotbox packen. Entweder selbstgemacht oder mal etwas Vegetarisches aus dem Bioladen probieren.

6. Süßer Brotbelag

Zur Abwechslung kann es natürlich auch mal eine süße gesunde Alternative für Marmelade, Honig und Nutella sein.

  • Banane (entweder in Scheiben, oder vorher zerdrücken) und ein paar Tropfen Zitronensaft drauf, damit sie nicht braun wird, etwas Zimt darüber streuen)
  • Selbstgemachte Marmelade ohne Zucker (z.B. aus süßem Obst mit Mixer oder Pürierstab eine Fruchtsoße herstellen. Je nach Menge 1-2 EL Chiasamen dazu rühren, mit wenig Zitronensaft und Zimt nach Geschmack abschmecken. Mind. 20 Minuten stehenlassen, dann wird sie durch die Chiasamen fest und streichfähig. Im Kühlschrank mind. 1 Woche haltbar)
  • Selbstgemachte Schoko-Nuss-Creme (mit Haselnüssen, Kokosöl und Datteln: unser Lieblingsrezept hier)

7. Powersnack Nüsse ….

Für die größeren Kinder sind Nüsse ein toller gesunde und ganz einfacher Powersnack: (z.B. Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse).

8. Freche Freunde: Trockenfrüchte

Auch Trockenfrüchte (z.B. Datteln, Aprikosen, Pflaumen, Feigen) sind lecker und gesund. Am besten als weiche Soft-Früchte kaufen.

Sehr kindgerecht – schon für die ganz Kleinen ab 1 Jahr- sind auch die Trockenfrüchte von Freche Freunde (von DM). Die sind in bunten Minipackungen verpackt z.B. Rosinen mit Aprikosen. Oder Frucht/Gemüsechips aus 100 % Frucht ohne Fett und Salz.

Die Kombination aus Nüssen und Trockenfrüchten macht satt und gibt gesunde Energie. Gemeinsam mit Gemüse ist das auch mal ohne Brot eine gute Abwechslung.

Viele Kinder essen auch Kokoschips gerne: Diese sind ungesüßt aus Kokosnuss gewonnen und knackig zum Knabbern oder ins Müsli.

9. Alternativen für Joghurt & Co

Viele Kinder lieben Milchprodukte. Hierfür gibt es diverse köstliche pflanzliche Alternativen als gute Eiweißquellen:

  • Zu Hause mal Hafermilch, Mandelmilch, Sojadrink und Reisdrink (z.B. von DM ohne Zucker) testen
  • Oder Sojajoghurt natur (z.B. Rewe oder Bioladen) mit Nüssen oder Rosinen .
  • Sojajoghurt mit selbstgemachter Müslimischung aus Haferflocken, Nüssen und Rosinen.
  • Sojajoghurt mit selbstgemachtem Knuspermüsli, z.B.  aus meinem Gratis-eBook.

10. Getränke ohne Zucker

Neben dem Inhalt der Brotbox ist es natürlich auch wichtig, auf das richtige Getränk zu achten: süße Getränke sollten vermieden werden, das gilt auch für Fruchtsaft oder Apfelschorle. Denn hier ist sehr viel Zucker drin, der leicht eingespart werden kann. Der Zucker z.B. in süßen Getränken führt nur zum kurzen Energiekick und nicht zur langanhaltenden Konzentration. Zum Trinken deshalb am besten stilles Wasser oder ungesüßten Kräutertee mitgeben. Es ist reine Gewohnheit, dass die Kinder das akzeptieren.

Fazit

Das richtige Frühstück ist auch schon für die Kleinsten total wichtig für einen guten Start in den Tag.

Ob noch zu Hause oder in der Brotbox: Am wichtigsten ist es Zucker zu vermeiden! Süßigkeiten also am besten nicht mitgeben, sondern dann lieber nachmittags zu Hause eine Süßigkeit geben. Dies gilt z.B. für Zucker in Getränken, süßen Riegeln, Joghurts usw. Ebenso Weißmehlprodukte vermeiden. Denn hierbei geht der Zucker sofort ins Blut: hierdurch erfolgt nur eine kurze Sättigung, danach Heißhunger und keine langfristige Konzentration.

Dafür möglichst viel buntes Gemüse und Obst mitgeben. Sowie als Powersnack Nüsse und auch mal Trockenfrüchte wie Datteln.

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Mein Name ist Dr. Marieluise Römer und ich bin Ernährungswissenschaftlerin und Mutter von zwei Kindern.

Ich helfe Eltern, dass ihre Kinder

  • gesünder werden und sich besser konzentrieren können,
  • begeistert mehr Obst und Gemüse sowie freiwillig weniger Süßes essen!

Auf meiner website www.greens4kids.de gebe ich einfach umsetzbare Tipps um den natürlichen ursprünglichen Geschmack zu entwickeln. Denn im Alter von ca. 1-12 Jahren werden Geschmack und Gewohnheiten geprägt. Auch was das Essen betrifft! Und diese (Essens-)Gewohnheiten werden meist ein Leben lang beibehalten. Wir schaffen also beste Voraussetzungen für unsere Kinder, wenn wir in dieser Altersstufe den natürlichen ursprünglichen Geschmack hin zu wenig Zucker und viel Gemüse fördern!

So können sich Körper und Geist unserer Kinder optimal entwickeln und aus gesunden Kindern können gesunde Erwachsene werden.

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