Handarbeit in den Anden

Frauen in den peruanischen Anden stricken für Mama Ocllo hochwertige Baby-Boots, Kuscheltiere und Fingerpuppen. Sie werden für jeden neuen Auftrag eigens geschult und erhalten eine faire Entlohnung für ihre Arbeit.

Puno | Peruanische Heimat unserer Strickerinnen

Vom Titicaca-See aus, in der andinen Region Puno, brachen Mama Ocllo und Manco Capac einst auf, um den Grundstein für das Reich der Inka zu legen (Die Legende).

Heute zählt Puno zu den ärmsten Regionen in Peru, wo aufgrund einer mangelnden Grundversorgung jeden Winter viele Kinder an der eisigen Kälte des Hochgebirges (4000m ü.d.M.) sterben. Den Frauen und Müttern sind dabei oftmals die Hände gebunden, denn vom Staat kommt zu wenig Unterstützung und das Familieneinkommen liegt meist weit unter dem Existenzminimum.

Frauen stricken für ihre Autonomie

Umso wichtiger ist es, dass es Organisationen wie Manuela Ramos gibt. Die feministische Non Profit Organisation setzt sich seit 1978 für die Rechte von Frauen in Peru, deren wirtschaftliche, politische und familiäre Autonomie ein.

1991 entstand La Casa de la Mujer Artesana („Haus der Künstlerfrauen“) als wirtschaftlicher Arm von Manuela Ramos. Eines der Ziele dieses Projektes ist es, den Frauen zu einem besseren Selbstbewusstsein in wirtschaftlichen Belangen, wie z.B. der Vermarktung ihres Kunsthandwerks, zu verhelfen. Dass das Projekt auf großen Zuspruch stößt, zeigen die etwa 800 Frauen in Puno, die für den lokalen und internationalen Markt stricken und weben und sich damit ein wertvolles Zusatzeinkommen sichern.

Unser Weg zu Manuela Ramos

Alicia, Projektleiterin von La Casa de la Mujer Artesana, haben wir auf der Ethical Fashion Show 2012 in Paris kennengelernt. Stolz erzählte sie uns damals von ihrer langjährigen Arbeit in Puno:

„Wir verhelfen Frauen aus der Provinz zu einem Zusatzeinkommen. Außerdem schulen wir sie regelmäßig, denn unser Ziel ist es, dass die Frauen ein wirtschaftliches Bewusstsein entwickeln und lernen selbstständig mit handgefertigten Produkten auf den Markt zu treten. Manchmal fehlt ihnen schlichtweg der Mut und die Motivation, um selbst mehr aus ihren Fertigkeiten zu machen. Doch wir sind auf einem guten Weg, die Frauen zu einer größeren Selbstständigkeit zu führen; nicht nur finanziell sondern auch privat. Die Frauen lernen sich zu behaupten, auf dem Markt und gegenüber ihren oftmals sehr machistischen Männern.“

Peruanerinnen stricken für Mama Ocllo

Eine schönes Projekt dachten wir uns und sahen die Chance gekommen, unserer Mama Ocllo ein Gesicht zu geben. An Mama Ocllos legendären Ursprungsort stricken Frauen in den Abendstunden, nach getaner Arbeit auf ihrer Chacra („ihrem Land“), unsere bezaubernden Fingerpuppen.

Mit Fingerpuppen begann unsere Zusammenarbeit, bei liebevoll designten, handgefertigten Kuscheltieren aus Bio Tangüis Baumwolle und Baby-Boots aus feinster Baby Alpaka Wolle sind wir mittlerweile angelangt.

MONATLICHER NEWSLETTER

Neuigkeiten, Tipps und ein Blick hinter die Kulissen von Mama Ocllo