Endspurt – Bald hat die Zeit des Wartens ein Ende

SSW 38, wie die Zeit vergeht! Ungeduldig warten wir auf den großen Tag, bis wir unseren kleinen Schatz endlich in die Arme schließen können. Die Kliniktasche ist gepackt, die Geburtsvorstellung im Krankenhaus ist für übermorgen geplant und ich spüre, dass das Baby sich Richtung Ausgang bewegt.

Wunder Natur

Oft wache ich auf und greife reflexhaft zuerst einmal nach meinem Bauch, um zu überprüfen, ob ich tatsächlich ein neues Leben in mir trage oder es sich nur um einen Traum handelt.

1. Ultraschall

1. Ultraschall – Januar 2013

Zu Beginn meiner Schwangerschaft musste ich mich ständig daran erinnern, dass ein Baby in mir heranwächst. Denn weder Übelkeit noch fremde Gelüste oder sonstige Beschwerden halfen meinem Gedächtnis auf die Sprünge. Erst als ich die ersten Tritte spüren konnte viel es mir leichter zu glauben, dass ein kleines Menschlein in mir heranwächst. Ein unbeschreiblich schönes Gefühl! Plötzlich ist immer jemand bei einem mit dem man sprechen kann, der einem zuhört (ob er will oder nicht :)) und der einen liebt. Nicht dass ich dies in meinem Leben vermissen würde, denn ich bin glücklicherweise in der Lage, von vielen liebevollen Menschen umgeben zu sein. Aber das Gefühl ist anders. Viele von euch kennen vielleicht das Gefühl, wenn man morgens aufzuwacht und eine seltsame Leere in sich spürt. Man fühlt sich dann plötzlich so allein und alles erscheint sinnlos. Schnell verfliegt dieses Unwohlsein wenn Aufgaben und Herausforderungen die Aufmerksamkeit in eine andere Richtung lenken. Aber dennoch, das Gefühl kommt/kam immer mal wieder und das aus heiterem Himmel. Diese Angst, depressive Verstimmung oder wie man es auch nennen mag, ist verschwunden seit ich ein Krümelchen Leben auf dem 1. Ultraschallbild gesehen habe.

Sinnsuche

Was ist der Sinn im Leben? Wofür leben wir eigentlich? Jeder versucht sich diese Frage auf seine ganz persönliche Weise zu beantworten. Die einen suchen ihren Sinn in der Religion, in einem guten Leben, das letztlich die Himmelstür für sie öffnet oder ihnen den Einzug ins Nirvana ermöglicht. Andere finden ihren Sinn in einer beruflichen Herausforderungen, wiederum anderen in sozialen Aktivitäten.

Für mich lag und liegt der Sinn des Lebens, ganz banal gesagt, in der Fortpflanzung. Für was soviel lernen, wofür kämpfen, wenn man all die erworbenen Schätze (v.a. das Wissen) nicht weitergeben kann? Natürlich ist es sinnvoll und auch eine große Bereicherung, wenn man zu Lebzeiten Gutes tut, versucht andere Lebewesen glücklich zu machen, doch letztlich tragen wir zu einer positiven Evolution der Menschheit doch am Besten bei, wenn wir die Früchte unserer persönlichen Entwicklung in eine neue Generation tragen können.

Ein Puzzle fügt sich zusammen

Die Früchte, die ich bereits als Kind ernten durften, waren v.a. jene, die meine Mutter mir mit auf den Weg gegeben hat: eine positive Lebenseinstellung und die feste Überzeugung, dass sich alles im Leben zur rechten Zeit fügt, dass sich immer neue Türen öffnen und dass sich die vielen Puzzle-Teilchen früher oder später zu einem Ganzen zusammenfügen werden. Das einzige was wir dafür tun müssen ist, mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen, Begegnungen als Chancen zu sehen und Chancen ergreifen. Vielleicht mag es verwundern, dass eine Literaturwissenschaftlerin an dieser Stelle einen esoterisch angehauchten Abenteuerroman empfiehlt, aber das Buch „Die Prophezeiungen von Celestine“ von James Redfield verdeutlicht sehr gut was ich mit meinen Worten versuche auszudrücken. Schauplatz ist übrigens Peru!

Vor mehr als 15 Jahren habe ich also dieses Buch gelesen, das Peru bereits zum Gegenstand hatte. Während meines Studiums hielt ich dann ein Referat über die inkaische Gründerlegende. Dieses wiederum eröffnete mir den Weg in ein Sonderforschungsprojekt, in dem ich meine Magisterarbeit schreiben durfte, und dann tat sich überraschend die Möglichkeit auf, in Form von zwei Auslandssemestern nach Peru zu reisen. Auch hatte ich das Glück ein Praktikum bei Amnesty International sowie bei einem großen Quinoa-Exporteur in Peru zu machen. Alles Erfahrungen, die mich immer wieder direkt oder indirekt mit Mama Ocllo in Kontakt brachten. Denn so lernte ich das Land, die Menschen, die Spuren aus vergangenen Zeiten kennen und Mama Ocllo wurde für mich immer mehr zur Realität.

Last but not least, hatte ich das große Glück, in diesem wundervollen Land die Liebe meines Lebens kennenzulernen. Und damit den Weg in die Selbstständigkeit, den Beginn von Mama Ocllo® und nun unser gemeinsames Baby, das dieses riesige Puzzle zu einem Ganzen zusammenfügen wird.

Ja, und wer jetzt glaubt, dass ich in einer Traumwelt lebe, dem sei es gestattet. Aber tun wir das nicht alle? Träume sind dafür da sie zu verwirklichen. Dass der Weg dahin oft sehr steinig ist, mit vielen Enttäuschungen und Tränen verbunden sein kann, steht außer Frage, aber wir haben doch Zeit und wie uns unsere Unternehmensberaterin einmal sagte „Es ist keine Schande einmal auf die Nase zu fallen. Es ist nur eine Schande, wenn man nicht wieder aufsteht.“

Erinnerungsfotos

Der lieben Kathrin Hafen (D´Buidlmacherin), unserer Mama Ocllo®-Fotografin, haben wir wunderschöne Babybauchfotos zu verdanken, die uns immer an die letzten Monate erinnern werden. In einigen Jahren dann können wir unserem Kleinen die Bilder zeigen und sagen: „Schau, das war 9 Monate dein Zuhause!“ Sind schon gespannt darauf, wie er reagieren wird.

Peru - Baby Martina & Gustavo Zeit des Wartens Die stolzen Eltern Martina & Gustavo

2 Kommentare

  1. Tolle Fotos.
    Alles alles Gute für die Geburt und eine wunderschöne Kennenlernzeit wünsche ich euch.
    Und streichel nochmal ganz doll deinen Bauch du wirst ihn vermissen 😉

    Sherlyn
    2. September 2013 Antworten
    • Danke, das werd ich machen 🙂

      Mama Ocllo®-Team
      2. September 2013 Antworten

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