Runa Simi | die Sprache der Menschen

Der Mensch und die Natur als Inspiration für unsere 1. Mama Ocllo-Kollektion. Und was wäre der Mensch ohne Sprache, ohne Worte um seinen Sehnsüchten, Wünschen und Bedürfnissen Flügel zu verleihen? Runa Simi, „Die Sprache der Menschen“, meint das Quechua, die Sprache der Inkas.

Mensch und Natur bilden eine unzertrennbare Einheit, denn ohne die Natur gäbe es den Menschen nicht, könnte er doch nicht existieren ohne die Sauerstoff spendenden Regenwälder, ohne Wasser, ohne Nährstoffe, wie sie nur die Natur ihm bietet.

Wie der Mensch die Luft zum atmen braucht, braucht er Worte, eine Sprache, um sich zu artikulieren und kommunizieren. Quechua war die Sprache des Inkavolkes und damit von Mama Ocllo, die mit der Gründung der Stadt Cusco das Zentrum des Tahuantinsuyu, des Inkareichs, gründete.

Mama Ocllo Babykleidung ist eng verwoben mit der peruanischen Kultur, ist gar undenkbar ohne den Andenstaat. Daran wollen wir immer wieder aufs Neue erinnern. Ein Grund dafür, dass all unsere Produkte Quechua-Bezeichnungen tragen. In den Pima– und Tangüis Kleidungsstücken unseres aktuellen Katalogs spiegelt sich die Flora und Fauna Perus wider.

Quechua ist kein Artefakt der Vergangenheit, Quechua lebt, denn noch heute sprechen ca. 10 Millionen Menschen in Peru, Chile, Argentinien, Brasilien, Bolivien, Kolumbien und Ecuador Dialekte der einstigen Inkasprache; die meisten davon in den peruanischen Anden.  Neben Spanisch ist Quechua die zweite Amtssprache in Peru.

Trotz des großen Verbreitungsgebiets fürchten Linguisten, dass Runa Simi im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten könnten. Ein Grund dafür ist vermutlich, dass immer mehr Eltern ihr kulturelles Erbe nicht an ihre Kinder weitergeben. Auch wenn Quechua in den ländlichen Regionen Perus nach wie vor hohes Ansehen genießt, so ist dies in Städten wie Lima nicht mehr der Fall. Runa Simi wird mit der bäuerlichen Bevölkerung assoziiert, die in dem von Klassenunterschieden geprägten Land, oftmals nicht mit den städtischen Bewohnern auf eine Ebene gestellt wird. Diskriminierung ist die Folge und damit verbunden schlechtere gesellschaftliche und berufliche Aufstiegschancen.

Ein vorbildliches Projekt, um die Zukunft des Quechua zu sichern, wurde vor einigen Jahren im angrenzenden Ecuador initiiert. Über Radiosender wird den Kindern in ländlichen Gebieten eine bilinguale Schulbildung angeboten. So hören die Schüler Lerninhalte in Quechua und Spanisch, und dies in ihrem familiären Ambiente. Dadurch sparen sie sich lange Fußmärsche zur nächsten Schule und tragen ihren Teil dazu bei, eine über Jahrhunderte gesprochene Sprache zu bewahren.

Sprache gibt Identität, was im Umkehrschluss bedeutet, dass der Verlust der eigenen Sprache zu einem teilweisen Identitätsverlust führt. Denn an das Quechua, wie an viele andere indigene Sprachen, sind Traditionen, Bräuche, Gesänge und Umgangsformen gebunden, deren Übertragung in ein anderes Systems bestenfalls lückenhaft sein kann.

Damit ihr eine Vorstellung vom Klang und der Sprachmelodie des Quechua bekommt habe ich ein besonders schönes Gute-Nacht-Lied für eure Wawas ´Kinder` herausgesucht. Hört doch mal ´rein und lasst euch entführen in eine zauberhafte Welt!

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht