Wieder auf Lager: Schaf Nelly, Schafbock Memo u. Fuchs Diego

Lange mussten wir uns dieses Mal gedulden. Umso schöner dann der Tag, an dem wir Schaf Nelly, Schafbock Memo und Fuchs Diego beim regionalen Zollamt in Empfang nehmen durften.

Ab sofort wieder im Shop: die Klassiker unter unseren Strick-Kuscheltieren

Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte uns die freudige Nachricht von unserem regionalen Zollamt, die uns mitteilte, dass Schaf Nelly, Schafbock Memo und Fuchs Diego ihr Ziel erreicht hätten und nun abholbereit wären.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an all unsere Kunden, die Fuchs Diego bereits vor über zwei Monaten über unseren Presale bestellt und geduldig auf dessen Eintreffen gewartet haben!

Herausforderungen einer Non-Profit-Organisation (NGO)

Wie ihr wisst, entstehen unsere Alpaka- und Baumwollkuscheltiere in einem Strickprojekt, das das Ziel verfolgt, Frauen aus sozial benachteiligten Regionen in Peru über ihr Kunsthandwerk zu einer besseren Zukunft zu verhelfen. Die Erlöse aus der Produktion von Strickkuscheltieren und Baby Boots für Mama Ocllo kommen ganz allgemein dem Familieneinkommen zu Gute und tragen insbesondere dazu bei, dass deren Kinder auf bessere Schulen geschickt werden können.

Wie der Begriff „Non-Profit“ bereits sagt, ist die feministische Organisation nicht auf Gewinn ausgerichtet sondern rein auf den sozialen Zweck. Klar, die Mitarbeiter, die in erster Linie für die Koordination von Schulungen, die Kommunikation mit Einkäufern und für die Verwaltung zuständig sind, erhalten wie die Strickerinnen selbst einen fairen Lohn für ihre Arbeit.

Auch die Lagerhaltung und die Räumlichkeiten der NGO müssen finanziert werden, doch geschieht dies im Normalfall über externe Gelder, die aus internationalen Fonds kommen. Über solche Fonds wird ein Großteil aller Fixkosten abgedeckt. Das Strickprojekt „La Casa de la Mujer Artesana“ finanzierte sich darüber viele Jahre die Teilnahme an Messeauftritten innerhalb und außerhalb Perus. Und letztlich haben wir es eben diesen Fonds zu verdanken, dass wir die Frauen im Jahr 2012 auf der Ethical Fashion Show in Paris kennenlernen konnten.

Auch die teuren Laboruntersuchungen, die die Kuscheltiere auf die CE-Richtlinien für Spielzeugsicherheit testen, wurden damit abgedeckt. Und nicht zuletzt stellten die internationalen Geldgeber in regelmäßigen Abständen Schulungspersonal für die Frauen in Puno, die vor Ort mit den Strickerinnen an ihrem Handwerk arbeiteten und ihnen halfen, den Anforderungen des weltweiten Marktes gerecht zu werden.

Die Schwierigkeit bei der Zusammenarbeit mit internationalen Fonds liegt darin, dass es sich dabei nicht um zeitlich unbegrenzte Fördermittel handelt. Jeder Fonds ist nach einem gewissen Zeitraum erschöpft, bzw. wendet sich nach einem festgelegten Förderzeitraum anderen Non-Profit-Organisationen zu.

Aktuell steht „La Casa de la Mujer Artesana“ vor diesem Problem. Die Quellen sind versiegt und fehlen Gelder, um sich auf internationalen Messen und Plattformen zu präsentieren, wird es schwieriger, alternative Fonds für zu gewinnen.

Kurzum, es musst eingespart werden: beim Personal, in der Lagerhaltung und beim Schulungspersonal. Für uns bedeutet dies, dass wir künftig unser eigenes Lager an Garnen anlegen müssen, unsere Produktionsmengen kontinuierlich steigern und dass wir schon mal längere Lieferzeiten in Kauf nehmen müssen. Alles nicht weiter schlimm, denn wir unterstützen die NGO gerne und lieben die Produkte, die auf über 4000m in den peruanischen Anden für uns gestrickt werden.

Und doch wäre es wichtig langfristig neue Geldgeber zu finden, sodass das Strickprojekt eine faire Chance bekommt, langfristig zu wachsen und immer mehr Frauen zu einem Zusatzeinkommen zu verhelfen.

Warum wir eine ganze Weile auf Nelly, Memo und Diego warten mussten

Schaf Nelly und Schafbock Memo werden aus einer hochwertigen Alpaka-Wollmischung gestrickt. Wie ihr vielleicht wisst, sind nur sehr wenige unserer Kuscheltiere aus tierischen Fasern gestrickt, da wir unseren Schwerpunkt auf Stricktiere aus Biobaumwolle gelegt haben.

Warum wir neben unserer veganen Babykleidung überhaupt mit Alpakawolle arbeiten? Dies hat zwei Gründe: (1) Nelly und Memo würden ihren Charme verlieren, würden sie aus Baumwolle gestrickt. Die charakteristischen Noppen wirken mit pflanzlichen Fasern anders und überzeugen uns schlichtweg optisch nicht (2) Unsere Alpaka-Wolle wird unter tierfreundlichen Bedingungen gewonnen und verschafft den Bauern faire Einnahmen.

Nelly und Memo sind die einzigen beiden Kuscheltiere, die uns in dieser Charge aus Alpaka-Wolle erreicht haben. Um die Wolle für die Strickerinnen einkaufen zu können, werden hohe Mindestbestellmengen verlangt. Diese Mengen könnten wir alleine nicht finanzieren. Aus diesem Grund mussten wir auf Einkäufer warten, die ebenfalls einen Bedarf an besagter Wolle hatten, um den notwendigen Lagerbestand anlegen zu können.

Und was Fuchs Diego angeht, hatten wir mit einer anderen Herausforderung zu kämpfen. Nicht nur die Strickarbeit obliegt kleineren Gruppierungen von Künstlerinnen, auch werden die Garne von kleinen Betrieben gefärbt, die noch vieles an Handarbeit leisten ohne die riesigen industriellen Färbemaschinen, wie wir sie aus der Textilproduktion kennen. Doch keine Sorge, die NGO und natürlich auch wir achten hier penibel genau auf die Einhaltung der von uns geforderten Standards, sodass ausschließlich gesundheitlich unbedenkliche Farbstoffe verwendet werden und die Richtlinien des OEKO TEX Standard 100 eingehalten werden.

Zurück zum Thema. Unsere kooperierende Färberei mischt die Farben noch auf einfachere Weise, d.h. mit Hand. Dabei kann es schon einmal vorkommen, dass das erwünschte Farbergebnis nicht exakt erreicht wird. Und genau dies ist bei unserem schönen Orange geschehen. Der Farbton ist viel zu dunkel geworden und hätte aus unserem Diego eine ganz andere Persönlichkeit werden lassen.

Also musste erneut gefärbt werden und dieser Färbeprozess führte zu einer Verzögerung von 2-3 Wochen. Diego ist, wie immer, wunderschön geworden, sodass sich die Wartezeit gelohnt hat. Und doch müssen wir uns für einen kleinen formellen Fehler bei all jenen unter euch entschuldigen, die sich über den Etikettenaufdruck des Kuscheltieres wundern. Die Frauen waren in den Tagen vor Versand der Kuscheltiere so sehr darum bemüht, uns nicht länger warten zu lassen, dass sie versehentlich Etiketten an den Füchsen anbrachten, die als Material Alpaka-Wolle angeben. Uns ist der Schönheitsfehler erst bei der Qualitätskontrolle in Deutschland aufgefallen und nun sind wir damit beschäftigt, die fehlerhaften Etiketten mit den korrekten zu überkleben.

Ich hoffe, damit konntet ihr einen kleinen Einblick in unseren Arbeit mit den peruanischen Strickerinnen gewinnen. Und jetzt werft gerne einen Blick in unseren Shop und denkt an uns, wenn ihr mal wieder auf der Suche nach einem nachhaltigen tierischen Spielgefährten für eure kleinen Lieblinge seid.

Wieder auf Lager Schaf Nelly, Schafbock Memo und Fuchs Diego

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