Native Baumwolle

Natürlich farbig gewachsene Baumwolle (native Baumwolle, bunte Inka Baumwolle oder Gossypium Barbadense) bietet insbesondere für Neurodermitis-Babys eine hautfreundliche bunte Alternative. Ökologischer Anbau, Handernte und der Verzicht auf Färbeprozesse garantieren die besondere Hautfreundlichkeit der Faser.

Aufgrund der kurzen Faserlänge – zwischen 18 und 25mm – lassen wir bei der Herstellung unserer Stoffe braune und grüne (ungefärbt) native Baumwollfasern mit ecru-farbener naturbelassener Bio Pima Baumwolle verweben.

Dabei entstehen herrliche Naturfaserstoffe (Interlock, Jersey) in verspielter Ringeloptik.

Eigenschaften nativer Baumwollfasern

Bio Native Baumwolle Inka Baumwolle Mama Ocllo

Native Baumwolle ist von Natur aus bunt.

  • Haptik: durch die Verstrickung mit Pima Baumwollfasern kuschelig weich
  • Thermik: die natürliche Atmungsaktivität der Baumwollfasern wird durch den vollständigen Verzicht auf Chemikalien und synthetische Farbstoffe bewahrt
  • Farbenvielfalt: native Baumwolle zeichnet sich durch ihre natürliche Farbvielfalt aus; sie wächst in Beige-, Grün- und Brauntönen (keine Gentechnik)
  • Anti-Allergen: insbesondere in Verbindung mit Bio Pima Baumwolle hervorragend für Babys mit Neurodermitis geeignet
  • Tragegefühl: seidig weich und luftig leicht auf der Haut
  • Langlebigkeit: lange Haltbar- und Belastbarkeit

Ursprung nativer Baumwolle

Bio Native Baumwolle Inka Mama Ocllo Peru

Bunte Naturfasern stammen aus Peru.

Die warmen Naturtöne unserer nativen Baumwolle kannten und schätzen schon die Inkas als Erbe ihrer Vorfahren. Heute weiß man, dass natürlich farbig gewachsene Baumwolle bereits vor gut 5000 Jahren im heutigen Peru angebaut, später von den Inkas verwebt wurde und einst in diversen Farben, wie braun, grün, schwarz, rot und blau wuchs.

Im Jahr 1971 stieß der nordamerikanische Ethnologe James Vreeland in einer peruanischen Inka Grabstätte nach vielen Jahrhunderten erstmals auf farbig pigmentierte Textilien. Schnell stellte man fest, dass es sich dabei um farbig, jedoch nicht ungefärbte, Baumwolle handelte. Im peruanischen Regenwald schließlich entdeckte Vreeland wildwachsende Baumwollsträucher, die Fasern in unterschiedlichen Farben zur Frucht hatten.

Mit diesem beeindruckenden Fund wurde die natürlich farbige Inka Baumwolle wieder zum Leben erweckt, wurde und wird durch Züchtung immer mehr verfeinert und hat mittlerweile der farblosen Biomode der letzten Jahrzehnte den Kampf auf dem Laufsteg angesagt.

Anbaugebiete

Unsere native Baumwolle wird auf bio-zertifizierten Landstrichen im Norden von Lima, rund um Lambayeque, angebaut. Die Kultivierung von natürlich farbig gewachsener Baumwolle ist erst seit 2008 offiziell erlaubt, da man zuvor fürchtete, die native Baumwolle könne Schädlinge hervorrufen, die letztlich der weißen Pima und Tangüis Baumwolle schaden würden. Tatsächlich aber verfügt native Baumwolle über eine natürliche biologische Kontrolle, die sie – im Gegensatz zu anderen Baumwollarten – ganz ohne das Zutun chemischer Mittel resistent gegen Schädlinge macht.

Am 5. Mai 2008 wurde die Inka Baumwolle zum ethnischen Kulturerbe Perus erklärt, das es künftig zu bewahren, kultivieren und verbreiten gilt.

Handpflückung und Handlese

Wie Pima und Tangüis Baumwolle, wird auch unsere native Baumwolle per Hand gepflückt und verlesen, also ohne die Anwendung chemischer Entlaubungsmittel.

Native Baumwolle ist eine ertragsarme Sorte, die sich zusätzlich durch kurze Fasern kennzeichnet. Umso mehr muss bei der Ernte und Weiterverarbeitung auf eine schonende Handhabung der wertvollen Inka Baumwolle geachtet werden.

Geernet wird native Baumwolle bis zu viermal im Jahr, wobei die erste Pflückung die hochwertigsten Fasern liefert.