2 bis 12% aller Schwangeren leiden an Schwangerschaftsdiabetes. Rechtzeitig erkannt können Gefahren für Mutter und Kind vermieden werden.

Schwangerschaftsdiabetis als Folge der Hormonveränderungen

Schwangerschaftsdiabetes bzw. Gestationsdiabetes ist eine Zuckerkrankheit, die während der Schwangerschaft aufgrund von Hormonveränderungen entstehen kann. Zwischen 2 und 12% der Schwangeren erhalten die Diagnose Diabetes als Folge eines stark erhöhten Blutzuckerspiegels.

Die Hormonveränderungen während der Schwangerschaft können die Produktion von Insulin beeinträchtigen, was einen Anstieg des Blutzuckerspiegels zur Folge hat. Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und für die Regulierung der Zuckermenge im Blut verantwortlich ist. Überschüssiger Zucker im Körper wird durch das Insulin abgesondert.

Zuckerbelastungstest beim Gynäkologen

Zwischen der 24. Und 28. Schwangerschaftswoche wird beim Gynäkologen ein Glukose- bzw. Zuckerbelastungstest durchgeführt. Um den Zuckergehalt im Blut zu bestimmen, wird die Schwangere gebeten, auf nüchternen Magen eine Glukoselösung zu trinken. Ist der Gehalt zu hoch, erfolgt eine entsprechende ärztliche Behandlung des Diabetes.

Folgen von Diabetes während der Schwangerschaft

Wird Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert ist dies kein Grund zur Panik, da durch eine entsprechende Behandlung in den wenigsten Fällen gesundheitliche Schäden beim Neugeborenen auftreten.

Für das Ungeborene kann Diabetes ein verstärktes Wachstum zur Folge haben. Denn durch den hohen Blutzuckerspiegel gelangt Zucker über die Plazenta in den Blutkreislauf des Babys.

Nach der Entbindung kommt es in manchen Fällen zur sogenannten Neugeborenengelbsucht, die jedoch sehr gut behandelt werden kann und schnell wieder abheilt.

Gefährlich für das Baby wird es nur, wenn ein Schwangerschaftsdiabetes nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Denn dadurch erhöht sich das Risiko von Stoffwechselstörungen und ähnlichen Folgeschäden für das Baby.

Behandlung von Diabetes

Die Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes hat zum Ziel, den Blutzuckerspiegel zu senken. Dies gelingt durch eine ausgewogene, möglich zuckerarme Ernährung und viel Bewegung.

Eine ballaststoffreiche und fettarme Ernährung senkt den Zuckergehalt im Blut. Zudem wird eine regelmäßige Bewegung von mindestens 30 Minuten täglich empfohlen.

Vermehrte Untersuchungen und eine entsprechende ärztliche Betreuung tragen entscheidend zur Risikosenkung für Mutter und Kind bei. Gerne werden auch homöopathische Arzneimittel zur Behandlung empfohlen.

Mit der Entbindung normalisieren sich die Blutzuckerwerte in den meisten Fällen von ganz alleine. Allerdings sollten auch künftig regelmäßige Zuckertoleranztests durchgeführt werden.

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