Um unseren Babys die erste Zeit auf diesem Planeten so angenehm wie möglich zu gestalten, sollte insbesondere bei der Kleiderwahl auf hochwertige Naturmaterialien wie Baumwolle, Wolle und Seide geachtet werden, die möglichst wenig chemische Prozesse durchlaufen haben und bestenfalls biozertifiziert sind. Kennzeichnungen wie „Knitterschutz“ oder „Separat waschen“ sollten alarmieren, denn dies sind bereits Hinweise auf verwendete Chemikalien. Zwar spart man sich aufwändiges Bügeln und die kräftigen Farben lassen so manches Herz höher schlagen, doch sollte man bedenken, dass dadurch die sensible Babyhaut unnötig belastet wird und es nicht selten zu allergischen Reaktionen kommt.

Darum lautet unser Motto: NATUR statt CHEMIE!

Von der Natur zur Chemie

Glaubt ihr, dass es früher so viele Allergiker gab wie heute? Wir nicht, denn man lebte von der Natur, vom Feld, eben von Rohstoffen, wie sie uns Pachamama („Mutter Erde“) bot.

Erst mit der zunehmenden Industrialisierung änderte sich dies. Bahnbrechend für die Textilindustrie sollte der Nylonstrumpf aus den 30er Jahren werden. Künstlich hergestellte Fasern boten plötzlich eine interessante Alternative zu natürlichen Rohstoffen. Die Textilbranche boomte und synthetische Produkte begannen den Markt zu erobern.

Zurück zur Natur | Der bewusste Konsument

Mehrere Jahrzehnte lang glaubte man in der Herstellung künstlicher Fasern die Lösung für die rasant zunehmende weltweite Nachfrage nach Textilien gefunden zu haben. Bis schließlich in den 70er Jahren ein langsames Umdenken spürbar wurde. Eine Sehnsucht nach dem Natürlichen ließ erste „Naturprodukte“ auf den Markt treten. Und schließlich entstand aus der anfänglich kaum definierten Idee „Naturkost“ ein allumfassendes Konzept: man begann von BIO zu sprechen. In den 80er Jahren machte sich diese Wende durch ein verstärktes Aufkommen von spezialisierten Bioläden deutlich, deren Produkte nach und nach immer mehr gesetzlichen und privatrechtlichen Regelungen und Kontrollen unterworfen waren und weiterhin sind.

Mittlerweile ist es nicht mehr nur die Sehnsucht nach einer Rückkehr zur Natur, sondern vielmehr ein Bewusstseinswandel, den wir zu einem großen Teil der globalen Vernetzung zu verdanken haben. Wir hören und lesen von menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit eingeschlossen. Wir sehen Bilder von Fabrikbränden, die bereits tausende von Arbeitern das Leben gekostet haben. Und wir wissen um die Gefahr von Pestiziden und Insektiziden für den Menschen und die Umwelt.

Der bewusste Konsument von heute informiert sich über die verwendeten Materialien, das Produktionsland und die Produktionsbedingungen. Ihm ist die Zeit nicht zu schade, um sich einen Überblick über den Bio-Label-Dschungel zu verschaffen, denn er möchte das Produkt kennen, für das er bereit ist, schon einmal einen etwas höheren Preis zu bezahlen.

Back to Nature – und dies nicht nur Just for Fun sondern mit dem Verstand und mit allen Sinnen! Wissen statt Glauben, Fragen statt blindes Vertrauen auf schön gestaltete Marketingbotschaften! Welch eine schöne Entwicklung!

Wertvolle Links:

Kurzer Überblick über „Chemie in Textilien“ im BR-Ratgeber unter Verbrauchertipps.
Informationen zu den wichtigsten Bio-Siegeln: Labelschule von It Fits.

 

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