Weihnachtszeit ist eine besinnliche Zeit, in der wir uns dankbar zeigen für all das Positive, das uns im Leben widerfahren ist. Ihr könnt nun Dankeshymnen an das Leben singen oder ihr gebt anderen Menschen die Chance auf eine ähnlich positive Zukunft. Wie einfach das ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Bildung | Ein Grundrecht und der Schlüssel für eine bessere Zukunft

Bildung, ein kostbares und nachhaltiges Weihnachtsgeschenk - Cisol Suiza

Vergangenes Jahr um diese Zeit ging es in diesem Blog um das Thema Bildung in Peru. Ein Jahr lang begleiteten wir die Abiturientin Leonie während ihres FSJ an einer peruanischen Waldorfschule. Ich versuchte euch zu zeigen, wie wichtig Bildung für sozial benachteiligte Kinder ist. Denn nur mit einer guten Ausbildung schaffen es junge Menschen der Armut zu entfliehen, um ihren eigenen Kindern eine bessere Zukunft zu bieten.

Dieses Jahr möchte ich euch Cisol Suiza vorstellen, einem Schweizer Verein, der sich der Bildung und nachhaltigen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in Ecuador verschrieben hat.

Ich beobachte Cisol Suiza schon lange und bewundere das Engagement des 6-köpfigen Teams, das sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Schulbildung von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Dass Schulbildung ein Grundrecht ist und niemandem vorenthalten werden darf, steht hier außer Frage.

Jedoch ist es die Armut vieler Familien, die die Kinder als Schuhputzer, als Verkäufer von Bonbons und Zeitungen, als Hilfskräfte auf dem lokalen Markt oder aber als Hilfsarbeiter auf dem Bau auf die Straße treibt, während sozial besser gestellte Altersgenossen in der Schule lesen und rechnen lernen dürfen. Cisol holt die kleinen Arbeiter von der Straße und begleitet sie zur Schulbank.

Ecuador und Peru | Zwei reiche und zugleich so arme Andenstaaten

Einst, zu Zeiten der Inkas, gab es keine Grenzen zwischen Ecuador und Peru, man nutze dieselben Handelswege, sprach dieselbe Sprache und lebte dieselben Traditionen. Noch heute verbindet die beiden Andenstaaten mehr als der Quechua sprechende Bevölkerungsanteil. Flora und Fauna sowie der multikulturelle Charme beider Länder zieht Menschen auf der ganzen Welt in ihren Bann. Und doch gibt es Schattenseiten, wie Rassismus, Armut und Kinderarbeit, die Erben der Kolonialzeit.

Auf den Straßen begegnen einem 12-jährige Schuhputzer und kleine Kinder, die durch den Verkauf von Kaugummis und Bonbons ihren Teil zum Familieneinkommen beitragen. Diese Kinder stammen aus armen Familien, die es sich häufig nicht leisten können, ihre Kleinsten in die Schule zu schicken, weil ihre eigenen Einnahmen zu gering sind, um die meist mehrköpfige Familie ernähren zu können. Der Schulbesuch in Ecuador ist kostenlos, aber die Schuluniformen und die notwendigen Utensilien kosten Geld, zu viel Geld für einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung.

Cisol Suiza und das Recht auf eine nachhaltige, faire und gerechte Entwicklung unserer Kinder

Der Verein Cisol Suiza unterstützt Projekte der südamerikanischen Organisation Cisol Ecuador, die sich seit 1977 für das Wohlergehen und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus armen und bedrohlichen Verhältnissen einsetzt. Cisol (Zentrum für lateinamerikanische soziale Initiativen) – und das ist mir wichtig zu erwähnen – ist politisch und konfessionell neutral. Dies bedeutet, dass keine Kirche hinter dem Verein steht und damit auch keine Missionsarbeit betrieben wird. Es geht einzig um das Wohl und die nachhaltige Entwicklung von Kindern aus armen, benachteiligten Regionen und Verhältnissen.

Die Arbeit von Cisol Ecuador konzentriert sich in erster Linien auf die südlich von Quito gelegenen Städte Loja und Catamayo. Zur groben Orientierung, Piura, die Region aus der unsere Pima Baumwolle stammt, ist nur 300 km, also gute 5 Autostunden, von Loja entfernt.

Projekte, in die Cisol Ecuador investiert

Die Schule Educare

Bildung, ein kostbares und nachhaltiges Weihnachtsgeschenk - Cisol Suiza (2)Im Jahr 2000 wurde in Loja die Schule Educare gegründet, die heute 200 Kindern aus armen Verhältnissen eine gute Schulausbildung von der 1. Bis zu 10. Klasse bietet. Der Ansatz ist ganzheitlich, sprich hier sollen verschiedene Talente gefördert werden, sodass den Kindern ein bestmöglicher Start in ihre Zukunft ermöglicht wird.

Durch einen regelmäßigen Kontakt mit den Eltern werden die Familien in die Schulbildung mit einbezogen und das Lehrpersonal kann sich zugleich einen guten Einblick in die heimische Wohnsituation machen. Auf diese Weise werden individuelle Förderkonzepte entwickelt, die gezielten Nachhilfeunterricht sowie therapeutische Betreuung beinhalten.

Cisol Suiza finanziert die Gehälter von Lehrkräften und administrativen Personal.

Spiel-/Lernzentrum und Hausaufgabenhilfe

Der Alltag für Kinder aus ärmlichen Verhältnissen ist hart, für Kreativität und kindliches Spielen bleibt hier nur wenig Raum. Cisol Ecuador hat eine Bibliothek ins Leben gerufen und damit einen geschützten Ort für Kreativität, Bastelworkshops und Hausaufgabenbetreuung.

Cisol Suiza bezahlt den Lohn für die Bibliothekarin.

Begleitet Kinder in Ecuador auf dem Weg in eine bessere Zukunft

Cisol Suiza finanziert oben genannte Projekte über Spenden und Mitgliederbeiträge. Nur 1% der jährlich eingehende Spenden und Beiträge fließen in die Verwaltung.

Wenn ihr die Arbeit von Cisol als wertvoll erachtet, dann werdet Mitglied oder spendet ab und an ein paar Euro. Ein oder zwei Tassen Kaffee weniger in der Woche, dafür aber viele lächelnde Kinderaugen im Andenstaat Ecuador. Der Mitgliedsbeitrag von CHF 50 (ca. € 46) tut übrigens wirklich nicht weh.

Apropos, eine Mitgliedschaft bei Cisol Suiza eine ganz tolle nachhaltige Geschenkidee zu Weihnachten, insbesondere für Menschen, die bereits alles haben. Was meint ihr, ist Bildung nicht eines der wertvollsten Weihnachtsgeschenke?

Wie ihr Cisol Suiza bei ihrer wertvollen Arbeit konkret unterstützen könnt erfahrt ihr hier: Unterstützen

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