Veganismus wird von vielen als Extremismus und bloße Spinnerei abgetan. Die Veganmania möchte das Gegenteil beweisen, indem sie aufklärt und die Vorzüge einer veganen Lebensweise einem breiten Publikum zugänglich macht.

Veganmania: ein Straßenfest, das für eine tierfreie Lebensweise wirbt

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Unsere Praktikantinnen, Lama und Magdalena, waren für uns auf der Veganmania

Bei der Veganmania München handelt es sich um ein Straßenfest, auf dem Organisationen, Unternehmen und Musiker als Befürworter einer veganen Lebensweise in Erscheinung treten. Zahlreiche Besucher haben einmal im Jahr die Möglichkeit leckeres veganes Essen zu probieren, angesagte Musik zu hören und sich von einem spannenden Programm berieseln zu lassen.

Seit 1998 finden sich in verschiedenen Städten in Deutschland, Österreich, Kroatien und der Schweiz vegane Aussteller zusammen, um unter freiem Himmel die Besonderheiten einer tierfreien Lebensweise herauszustellen. In Österreich ist übrigens mitunter unser Kooperationspartner Animal Fair vertreten, der sich mit seinem Ethischen Einkaufsführer für einen fairen, ökologischen und veganen Konsum stark macht.

Vergangenen Samstag fand die Veganmania auf dem Marienplatz in München statt und am 22.8.2015 dürfen wir uns auf das beliebte Straßenfest in Rosenheim freuen.

Veganismus: tierfreier Konsum liegt im Trend

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Auf der Veganmania 2015 war so einiges geboten

„Was, du bist Vegetarierin? Isst du also nicht einmal Käse und andere Milchprodukte?“ Wie oft hatte ich diese Frage noch vor ein paar Jahren gehört. Immer wieder musste ich erklären, dass es Vegetarier und Veganer gäbe und was sich denn eigentlich so dahinter verbergen würde. Heute wird mir diese Frage kaum noch gestellt, denn Begriffe wie „vegetarisch“ und „vegan“ sind in aller Munde.

Straßenfeste wie die Veganmania tragen zur Verbreitung eines tierfreien Konsums bei, indem sie zeigen, wie einfach es sich ohne tierische Produkte leben lässt, und dies durchaus auf erschwingliche Weise.

Immer mehr Restaurants und Supermärkte bieten nicht nur vegetarische, also fleischfreie, sondern sogar komplett tierfreie Gerichte und Lebensmittel an. So gibt es vegane Joghurts, Aufstriche und sogar Weine, die das Label „vegan“ tragen.

Hier mag sich der eine oder andere an die Stirn fassen, weil ihm dieser Trend als übertrieben erscheint. Mag sein, dass der Begriff „vegan“ aktuell stark ausgeschlachtet wird, wie es auch mit den Termini „nachhaltig“ und „bio“ der Fall ist. Und doch erscheint mir dieser Ansatz als wichtig, da er Teil einer großen Aufklärungskampagne ist.

Veganismus als erster Schritt hin zu einer bewussteren Lebensweise

Doch nicht jeder, der vegane Produkte konsumiert, tut dies, weil er aus ethischen Gründen auf tierische Produkte verzichten möchte. Oftmals verbergen sich dahinter ganz anderen Gründe. Dies können gesundheitliche Aspekte aber auch eine verstärktes Nachhaltigkeitsbewusstsein sein.

Die Veganmania, wie so viele andere regionale und überregionale Veranstaltungen, zeigen, dass es auch ohne Tiere geht. Sie zeigt aber auch den Weg zu einer bewussteren Lebensweise, bei der darauf geachtet wird, woher das Fleisch kommt, das man isst. Und es werden Kosmetika vorgestellt, die unter Verzicht auf Tierversuche entwickelt wurden.

Sicherlich werden Frauen im Anschluss an ihrem Besuch der Veganmania nicht auf Wimperntusche und Make-Up verzichten, aber sie werden womöglich ihren Blick schärfen beim nächsten Besuch der örtlichen Drogerie. Sie werden im besten Fall nach Produkten Ausschau halten, die frei von Tierversuchen sind. Vielleicht müssen sie dafür etwas tiefer in ihren Geldbeutel greifen, doch sie werden es gerne tun, weil sie wissen, dass sie damit einen Schritt hin zu einer harmonischeren Welt tun.

Also sind Veganer doch keine Spinner?

Um nun noch einmal zurück zu meiner Eingangsfrage zu kommen. Nein, ich glaube nicht, dass Veganer als Spinner betitelt werden dürfen. Mit Sicherheit gibt es Spinner unter den Veganern, wie es sie unter den Vegetariern, den Fleischessern und auch allen anderen Verfechtern eines bestimmten Lebensstils gibt. Spinner haben sich im Normalfall für eine extreme Lebensweise entschieden, die keine Alternativen zulässt. Möglichen Alternativen wird zumeist sogar der Krieg erklärt.

Menschen hingegen, die versuchen aufzuklären ohne anzugreifen, sind keine Spinner. Schließlich steht jedem das Recht zu, seine Sicht auf die Welt kundzutun. Und jedem bleibt es selbst überlassen, ob er gewillt ist zuzuhören, meint ihr nicht?

Wir haben übrigens auch etwas zu erzählen, nämlich die Geschichte und Herkunft unserer veganen Seide. Erfahrt hier mehr über die Besonderheit rein pflanzlicher Seide. Und sollte euch dieses Thema nicht interessieren, steht es euch frei, diesen Satz zu überlesen 🙂

Damit wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche!

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