13 Uhr in Peru: Miguel wartet auf sein Mittagessen. 19 Uhr in Deutschland: Zeit für die letzte Mahlzeit am Tag. 7 Stunden liegen zwischen unseren beiden Ländern, 18 Stunden Flug um von der einen in die andere Zeitzone zu reisen. Und das Ergebnis? Ein Jetlag.

Von Deutschland nach Peru: um 4 Uhr morgens beginnt der Tag

Mitte April saßen wir nach wochenlangen Vorbereitungen im Flieger Richtung Peru. Innerhalb von 18 Stunden passierten wir den Atlantik, durchquerten mehrere Zeitzonen, um letztlich wohlbehalten in Lima zu landen.

Wir haben einen Tagflug gewählt. Nicht, weil wir es nicht mehr erwarten konnten, Miguelito stundenlang im Flieger hinterherzulaufen, sondern vielmehr, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis die Entscheidung auf eben jenen Flug fallen ließ.

Den Flug haben wir alle drei gut gemeistert. Nur Miguelitos innere Uhr wurde etwas durcheinander gewirbelt. Die vielen Eindrücke nach der Ankunft, die neue Umgebung, die neuen Menschen, wie da an schlafen denken?

Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, fanden wir um 1 Uhr in den Schlaf; um dann um 4 Uhr morgens von einem putzmunteren Miguel wieder geweckt zu werden.

Ab 4 Uhr also war spielen angesagt und das zwei aufeinanderfolgende Nächte. Bereits am dritten Tag hatte Miguel jedoch seinen Rhythmus wiedergefunden und unsere Augenringe schwanden langsam.

Von Peru nach Deutschland: um 3 Uhr morgens kommt die Müdigkeit

Für die Heimreise haben wir einen Nachtflug gewählt. Und das war eine gute Entscheidung. Denn wir alle konnten mehrere Stunden schlafen, was die Reisezeit gefühlsmäßig stark verkürzte.

Zuhause angekommen war von Müdigkeit nichts zu spüren. Miguel fühlte sich im Paradies. So viele Spielsachen, die er einen Monat nicht gesehen hatte. Jedes einzelne Spielzeug wurde herausgekramt, der Kaufladen komplett auf den Kopf gestellt, die Wohnung wurde gekehrt, die Waschmaschine getestet, und was dem kleinen Mann noch so alles in die Quere kam.

Zuletzt noch ein entspannendes Bad, bis wir dann um 1 Uhr endlich im Bett lagen. Geschlafen haben wir, ohne Unterbrechung, bis 13 Uhr. Tag 1 verlief sehr ruhig. Miguelito genoss die Sonnenstrahlen und das Spielen im Freien. Erst um 20 Uhr fielen ihm plötzlich die Augen zu.

Und wir dachten, das Jetlag sei bereits überwunden. Doch dem war leider nicht so. 20 Uhr in Deutschland ist 13 Uhr in Peru. Statt Nachtruhe also Mittagsschlaf.

Nach 2 Stunden ging der Spielspaß wieder weiter, und das bis 3 Uhr morgens. Uff! Gerade einmal 4 Stunden später, als Papa das Haus verließ, sprang Miguel dann fröhlich aus dem Bett und begrüßte den Tag. Ob er nun doch in unserer Zeitzone angekommen ist? Verrät ihm seine innere Uhr, dass es 7 Uhr früh ist und damit seine gewohnte Aufstehzeit? Wir werden sehen. Wollen wir hoffen, dass diese Nacht früher die Lichter ausgehen.

Expertenrat befolgen oder der Natur ihren Lauf lassen?

Was das Thema Jetlag angeht, haben wir uns wenig informiert.

Es soll wohl helfen, wenn man das Kleinkind schon Tage vor der Reise in einer andere Zeitzone auf die Umstellung vorbereitet, indem man langsam den Tagesrhythmus an die veränderte Zeit anpasst.

Andere empfehlen, den Kindern gleich nach Ankunft ein spannendes Programm an der frischen Luft zu bieten, sodass sie abends müde ins Bett fallen. Dadurch würden sich die Kleinen schneller an die Umstellung gewöhnen.

Auch werden kohlenhydratreiche Speisen kurz nach der Reise empfohlen. So würden nächtliche Heißhungerattacken vermieden, die wohl vermehrt nach Langstreckenflügen auftreten würden.

Wir haben nichts davon ausprobiert, sondern einfach versucht, unseren Rhythmus der peruanischen Zeit anzupassen. So handhaben wir das für uns seit jeher und fahren damit gut. Ein kleines Jetlag hatten wir Erwachsene dieses Jahr zu ersten Mal. Nicht wegen den 7 Stunden Unterschied, sondern vielmehr wegen den nächtlichen Abenteuern unseres Miguelito.

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