Feuerwerk in Istanbul, Silvester-Party in der Diskothek, Raketen zünden um Mitternacht … Worauf sich Singles und kinderlose Paare schon Monate vor dem Jahreswechsel freuen, spielt mit Baby im Bauch oder in den Armen plötzlich kaum noch eine Rolle. Vielmehr freuen sich die meisten auf einen gemütlichen Abend in den eigenen vier Wänden.

Gemütliches Beisammensein statt Silvester-Knaller

Für frisch gebackene Eltern sind die ersten Monate mit Baby ein tagtägliches Feuerwerk. Die ersten Wehen, die Entbindung und die aufregenden ersten Wochen als Familie bringen ein wahres Feuerwerk der Gefühle und Emotionen mit sich.

Wenn die Schwangerschaft noch von der Angst begleitet wird, künftig auf Freiheiten und Amüsements verzichten zu müssen, wird der Verzicht auf besagte Aktivitäten mit der Geburt des ersten Babys zu einer willkommenen Entscheidung. Denn das Baby trägt dazu bei, dass die Prioritäten ganz neu gesetzt werden. Was noch vor wenigen Monaten unerlässlicher Bestandteil unseres Lebens war, rückt nun in den Hintergrund.

So ist es auch mit Feierlichkeiten wie Silvester. Zumindest die ersten drei Jahre, solange Baby oder Kleinkind Silvester noch nicht als solches wahrnimmt, genießen zumeist auch die Eltern einen gemütlichen Abend im heimischen Ambiente; allein, mit befreundeten jungen Eltern oder mit eigenen Familienangehörigen.

Silvesterparty mit Säugling?

Ja und Nein. Fällt die Geburt des Babys in das letzte Quartal des Jahres und wollen die Eltern die Ankunft ihres Nachwuchses auch an Silvester gebührend feiern, spricht hier grundsätzlich nichts dagegen; solange das Baby in einem geschützten Raum bleibt und Mama und Papa bei sich weiß.

Denn die ersten Wochen oder auch Monate nach der Geburt sind die sonst so geräuschempfindlichen Babys noch weitestgehend lärmresistent. Zunächst ist es das Fruchtwasser im Ohr, das Baby vor Lärm schützt, später dann der Geräuschpegel, der höher liegt als bei einem erwachsenen Menschen. Die Natur hat hier während der ersten drei Jahre einen Schutz angelegt, der die Umgebungsgeräusche bis zu einem bestimmten Grad ausschaltet, sodass das Baby die benötigte Ruhe für ein gesundes Wachstum bekommt.

In den ersten 6 Lebensmonaten schlafen Neugeborene sehr viel. Sie haben noch keinen klaren Tag- und Nachtrhythmus. Das heißt, in diesem Zeitraum spricht nichts gegen Babys Präsenz beim gemütlichen nächtlichen Beisammensein mit Freunden.

Ab einem halben Jahr dann ist es besser, die Kleinen frühzeitig zu Bett zu bringen und für einen Raum der Ruhe und Geborgenheit zu sorgen, sodass sie nicht vom nächtlichen Feuerwerk aufgeweckt und verschreckt werden.

Grundsätzlichen sollten Babys und Kleinkinder bis mindestens 3 Jahre weitestgehend von Böllern und Raketen ferngehalten werden. Nicht nur, weil der Lärm Gefahren für das kindliche Gehör in sich birgt, sondern auch, weil Babys die große Geräuschkulisse noch nicht richtig einordnen können. Und was man nicht einordnen oder verstehen kann verursacht Angst, Unruhe und damit verbunden Weinen.

Silvesterabend mit Kleinkind

Eltern von kleinen Nachtschwärmern – dazu zählen auch wir uns -, die morgens gerne etwas länger schlafen, dafür aber bis 22 Uhr für Unterhaltung sorgen, müssen nicht komplett von den Feierlichkeiten ausgeschlossen werden.

Warum nicht einfach einen kindgerechten Silvesterabend vorbereiten? Bei uns wird das in etwa so aussehen.

Die Dekoration

Kleinen Kindern fällt jede kleinste Veränderung auf. Ein paar Luftschlangen, Konfetti und Luftballons, recht viel mehr brauchen wir nicht, um Miguels Augen zum Leuchten zu bringen.

Mit seinen 2 Jahren ist Miguel nun in dem Alter, dass er am liebsten alles selbst machen möchte. Warum also sollte er uns nicht bei den Vorbereitungen helfen? Dazu werden wir unseren Esstisch mit Packpapier überziehen und mit Miguel zum ersten Mal Fingerfarben ausprobieren. Bis abends sind die Farben dann getrocknet und wir haben eine kunterbunte Tischdecke, auf der es sich gleich noch viel schöner essen lässt.

Das EssenSilvester mit Baby und Kleinkind feiern

Wir lieben Fondue zu Silvester. Und Miguel liebt es, sein Essen mit einem Zahnstocher aufzuspießen, in etwas einzutunken, um es im Anschluss zu vernaschen. Also bekommt er dieses Jahr sein erstes eigenes Fondue. Unser 1-Personen-Schokofondue wird mit Pudding gefüllt, Miguel bekommt ein kleines Stäbchen und klein geschnittenes Obst zum Eintauchen.

Das Rezept für Miguels Fondue – Schokopudding mit Chiasamen – habe ich hier entdeckt: http://diedickemitderbrille.com/schokopudding-mit-chiasamen/

Die Unterhaltung

Hier werden wir nichts Spezielles vorbereiten. Spielzeug hat Miguel ausreichend und es wird ihm genügen, dass wir uns Zeit für ihn neben, um mit ihm zu spielen.

Und irgendwann gehen dann sicherlich auch bei unserem Wirbelwind die Lichter aus, sodass wir in aller Ruhe auf ein neues, ereignisreiches Jahr anstoßen können, während Miguel von einem ereignisreichen Tag mit Mama und Papa träumt.

Damit wünschen wir euch einen wunderschönen Silvester-Abend und alles erdenklich Gute für 2016!

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