Die peruanische Süßkartoffel ist reich an Folat (natürliche Folsäure), enthält wichtige Nährstoffe, ist schnell zubereitet und schmeckt lecker.

Kinderwunsch und Frühschwangerschaft

Spätestens mit der ersten Schwangerschaft beginnen viele Frauen sich intensiver mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen. Denn plötzlich steht nicht mehr die eigene Gesundheit, sondern die des heranwachsenden Babys im Mittelpunkt. Selbst bei hervorragenden Blutwerten, die keinerlei Mängelerscheinungen aufweisen, benötigt der Körper gerade in den ersten Schwangerschaftswochen zusätzliche Nährstoffe. In diesem frühen Stadium werden in erster Linie Jod- und Folsäurepräparate von jedem Gynäkologen empfohlen.

Besser noch wäre es, bereits während der Zeit des Kinderwunsches regelmäßig Folsäure oder Folat zu sich zu nehmen, denn so wird frühzeitig die ordnungsgemäße Schließung des Neuralrohrs eines Embryo in der 4. Entwicklungswoche unterstützt. Das Neuralrohr ist für die spätere Entwicklung von Gehirn und Rückenmark verantwortlich.

Folsäure oder Folat?

Folsäure gibt es in Tablettenform, doch wer darauf lieber verzichtet kann den empfohlenen Tagesbedarf von anfänglich 400µm und 600 µm auch über die richtige Ernährung erreichen. So enthalten bsp. 200g Brokkoli bereits 200µm Folat (natürliche Folsäure), aber auch Haferflocken und Weizenkeime sind wertvolle Lieferanten des B9-Vitamins.

Mein Tipp! Probiert doch einmal die südamerikanische Süßkartoffel, die vielen als Camote oder Batate ein Begriff sein dürfte. Camote weist einen hohen Folat-Gehalt auf, ist ruckzuck zubereitet und schmeckt einfach lecker. Im Folgenden möchte ich euch dieses besondere Gemüse, das in Peru auf vielerlei Weise serviert wird, vorstellen.

Peru | Land der Kartoffel

Die Süßkartofffel („Camote“) ist, nimmt man es genau, keine Kartoffel, allenfalls eine Knolle, die aufgrund ihrer Konsistenz und ihrem Aussehen den uns bekannten „Erdäpfeln“ zum verwechseln ähnlich sieht. Somit wird die Süßkartoffel häufig fälschlicherweise zur Familie der ca. 400 verschiedenen Kartoffelsorten, die es im Andenstaat zu finden gibt, gezählt.

Glaubt man den Berichten, so gelangte die Süßkartoffel erstmals mit dem genuesischen Seefahrer und „Entdecker“ Christoph Kolumbus nach Europa, wo sie zunächst auf der Iberischen Halbinsel, in Portugal und Spanien, angepflanzt wurde.

Was damals noch als Gemüse für die Armen galt, zählt heute zu den nährstoffreichsten und meist geschätzten Lebensmitteln, sowohl im privaten Haushalt als auch in der Küche von Gourmets.

Die Süßkartoffel | Eine leckere Vitaminbombe

Die südamerikanische Süßkartoffel, die in beinahe jedem Gemüseladen, aber auch bei besser sortierten Supermärkten erhältlich ist, ist eine wunderbare Quelle für Vitamin B9 (Folat), Vitamin A und C. Zusätzlich ist sie reich an Kalium und Ballaststoffen. Der hohe Gehalt an ß-Carotin macht das Knollengewächs zu einem wertvollen Antioxidanz.

Süßkartoffel während der Schwangerschaft

2013 Süßkartoffel Folsäurelieferant während der Schwangerschaft
Natürlicher Folsäurelieferant

In Peru schwören schwangere Frauen auf die gesundheitliche Wirkung von Camote. Sie sind überzeugt davon, dass die Knolle eine reinigende Wirkung auf das Blut und einen positiven Einfluss auf den Eisengehalt hat.

Bereits während meiner Zeit in Peru entdeckte ich die Süßkartoffel für mich, denn dort begegnet einem das Gemüse überall und in den verschiedensten Varianten (Püree, Beilage, Chips etc.). Damals wusste ich noch nicht um die Nährstoffe der Camote, dafür schätze ich sie heute umso mehr, denn sie ist zu einem wichtigen Begleiter seit Beginn meiner Schwangerschaft geworden. Gerade abends, wenn vor dem Einschlafen nochmals der kleine Hunger kommt, schmeckt Süßkartoffel-Püree, das mir mein Mann liebevoll zubereitet, besonders gut. Ein Schüsselchen Püree sättigt, ist gut für mich und für mein Baby.

Babys lieben Süßkartoffel

Wie das Wort an sich schon verrät, hat Camote einen natürlich süßen Geschmack, der besonders beliebt bei Babys und Kleinkindern ist. Camote ist gut verdaulich, gesund und schnell zubereitet. In Peru beginnt die erste Beikost oftmals mit Püree aus Süßkartoffel.

Zubereitung von Süßkartoffel-Püree

… für Schwangere

Die Süßkartoffel in heißem Wasser oder mit Wasserdampf kochen, bis sie weich ist und sich zu Püree verarbeiten lässt. Die geschälte Camote je nach Geschmack mit etwas Vanilleschote, Butter, Milch, Zucker und Salz verrühren und fertig ist das Püree.

… für Babys

Da Kuhmilch bei Babys unter einem Jahr noch nicht empfohlen wird, bietet sich als Ersatz die Zugabe von Ziegenmilch, Mandelmilch oder Reismilch an (Menge je nach gewünschter Konsistenz). Denn dadurch wird das Püree schön geschmeidig. Je nach Geschmack kann man dem Brei etwas Butter, Meersalz oder Vanille hinzufügen.

Mehr Infos zur Süßkartoffel findet ihr im Schweizer Zentrum für Gesundheit (zur Homepage).

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