Beinahe 2 Wochen sind nun vergangen, seit unser kleiner Miguel Alejandro das Licht der Welt erblickt hat. Zwei Wochen, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen, so als wäre Miguelito schon immer Teil unseres Lebens gewesen. Und doch ist alles so neu und noch so schwer zu begreifen.

Die Geburt

2013 Reflexionen aus dem Wochenbett
Unsere kleine Welt, unser Ein und Alles

Als Geburtstermin war der 18.9. errechnet worden. Doch wie wohl die meisten Babys wollte sich auch Miguelito nicht an ein vorgegebenes Datum halten und ließ sich weitere vier Tage Zeit, bevor er sich in aller Heftigkeit ankündigte.

Am Sonntag, 1:30 Uhr, wachte ich durch einen unbeschreiblichen Schmerz auf und stellte im gleichen Atemzug fest, dass die Fruchtblase geplatzt war. Entgegen der Empfehlung erst einmal ein gemütliches Bad zu nehmen und 1-2 Stunden abzuwarten, machten wir uns sofort auf den Weg in die Klinik. Im 3-Minuten-Rhythmus setzten die Wehen erbarmungslos ein und ich war froh, als wir nach einer 20-minütigen Fahrt die RoMed Klinik in Wasserburg am Inn erreicht hatten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Muttermund schon 8 cm geöffnet und man brachte uns nach einer kurzen Visite direkt in den Kreißsaal. Und auch wenn ich mich nur zu gut an jedes Detail der darauf folgenden Stunden erinnern kann, so möchte ich euch damit verschonen. Nur so viel. Mein Wunsch nach einer Wassergeburt ließ sich nicht umsetzen und ohne die tatkräftige Unterstützung von Hebamme, Ärzteteam und Gustavo, der stets an meiner Seite war, hätte ich Miguelito wohl nicht so schnell zur Welt bringen können.

Kurzum, um 5:10 Uhr hielt ich unseren kleinen Schatz, der die Welt mit einem lauten Schrei begrüßte, in meinen Armen. Ein unbeschreibliches Gefühl! Die nächsten 10 Minuten gehörte der Kreißsaal nur uns Dreien: Gustavo, Miguelito und mir. Tränen der Erleichterung und Freude und das unvergleichliche Gefühl bedingungsloser Liebe, das wohl nur eine Mama für ihr Baby empfinden kann. Nachdem die unendlich erscheinenden 10 Minuten vorüber waren, durfte Gustavo unser Baby wickeln und anziehen, die Hebamme nahm Maß und kurz darauf waren wir erneut unter uns. Erschöpft zogen wir gut eine Stunde später in ein Familienzimmer, wo wir zwei Tage Zeit hatten, uns als Familie zu beschnuppern und gemeinsam die ersten Handgriffe von einem netten Hebammen- und Kinderärzteteam zu erlernen.

Am Dienstag hatten wir dann genug von der Klinikluft und sehnten uns nach Hause, wo uns ein herzliches Willkommen erwartete.

Das Wochenbett

Entgegen meiner Gewohnheit, immer in Bewegung und voller Tatendrang zu sein, gelang es meiner Hebamme, mich zu überzeugen, dass man sein Wochenbett ernst nehmen sollte. Also hieß es Beine hochlegen und das Haus hüten. Und heute, wenige Tage später, muss ich zugeben, dass dies die wohl beste Entscheidung war. Eine Geburt schwächt ungemein und auch der Kopf muss erst einmal verarbeiten, was geschehen ist.

Möglich war dies allerdings nur dank meiner Wochenbettfee, meiner lieben Schwester Monika, die uns rund um die Uhr rührend versorgte.

Miguelito lernt die Welt kennen

Miguelito ist ein sehr aufgewecktes Kerlchen. Schon von Anfang an macht er seine Augen weit auf und beobachtet, was um ihn herum geschieht. Groß und gebannt schaut er Mama und Papa an, wenn wir ihm etwas erzählen. Und manchmal hat man gar den Eindruck, er würde uns gerne etwas sagen. Doch auf seine ersten Worte werden wir wohl noch einige Zeit warten müssen :).

2 Kommentare zu “Reflexionen aus dem Wochenbett

  1. Liebe Martina, lieber Gustavo,

    allerherzlichste Glückwünsche zu dieser kleinen prachtvollen Neuschöpfung! Ich glaube, besser hätte es sich Miguel nicht aussuchen können. Genießt die Zeit voller Überraschungen und Wunder, aber denkt immer wieder auch an euch beide – denn dann geht es allen gut!

    Liebe Grüße
    Frauke

    1. Liebe Frauke! Vielen Dank für die Glückwünsche. Es freut uns sehr, dass du während dieser aufregenden Zeit der Entdeckungen in Gedanken bei uns bist. Ganz liebe Grüße, Martina, Gustavo, Miguelito

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