Jedes Jahr wenn die letzten Schneeflocken auf die Erde herabrieseln und die ersten Krokusse aus dem Boden sprießen wird Ostern gefeiert. Freudig springen die Kinder durch den Garten auf der Suche nach bunten Ostereiern. Und jedes Kind weiß, dass niemand anders als der liebe Osterhase die kleinen Gaben versteckt. Doch woher kommt der Osterhase?

Den Osterhasen kannten bereits die Germanen

Bei den Germanen war der Hase ein heiliges Tier, denn er war ein treuer Begleiter der Frühlingsgöttin Ostara. Und den Begriff „Ostern“ wiederum führt man auf Ostara, oder auch „Eostrae“ zurück. In der Romantik, die gerne Motive aus der Vergangenheit wie mythologische Figuren aufgreift, begann man immer mehr Osterbräuche auf die Frühlingsgöttin zurückzuführen.

Ja und das Frühlingsfest, das man zur Tag- und Nachtgleiche bei den Germanen feierte wurde später von den Christen zur Feier der Auferstehung Christi.

Osterhasen und Ostereier

Das Osterei symbolisiert Leben, die Entstehung von Leben und damit verbunden Fruchtbarkeit. Und es wurde zum Symbol der Osterfeierlichkeiten schlechthin. Bunt angemalt verwandelt sich das weiße oder beige Ei alljährlich in ein symbolträchtiges Osterei.

Und wie nun kommt da jetzt der Osterhase ins Spiel? Wusstet ihr, dass es lange Zeit der Fuchs war, der die Ostereier brachte? Warum es ausgerechnet ein Fuchs gewesen sein soll, wird noch untersucht. Ganz geklärt ist der Zusammenhang zwischen Fuchs und Osterei bisher nicht.

Zurück zum Osterhasen. Der Hase galt zu Zeiten Ostaras als Fruchtbarkeitssymbol. Dieser Glaube blieb bestehen und schürte Angst unter den Klerikern des 8. Jahrhunderts. Bereits damals legte die Kirche großen Wert auf eine sittsame Lebensweise. Und durch den Verzehr von Hasenfleisch fürchtete man ein verstärktes Triebverhalten von Mann und Frau. Als Konsequenz wurde der Konsum von Hasenfleisch verboten.

Doch wie ihr sicherlich schon oft selbst erfahren habt, was verboten ist, bleibt erst recht im Gedächtnis. So geschah es auch mit dem Hasen. Fortan glaubten die Menschen immer und immer wieder Hasen zu sehen, die auf den Feldern tanzten und bunte Ostereier hinterließen.

Dass es diese tanzenden Hasen und die vielen Eier tatsächlich gab, das weiß man heute. Doch waren es Vögel, die ihre Eier ablegten und von den Hasen vertrieben wurden, als diese mit ihren Balzkämpfen um attraktive Hasendamen worben. Die Hasen „tanzten“ und die Eier blieben zurück, so also ist der Mythos um den Osterhasen entstanden.

Und was ist mit dem Ostermeerschweinchen?

Der Mythos um den Osterhasen ist nun geklärt. Doch was ist mit dem Ostermeerschweinchen? Habt ihr davon schon einmal gehört. Nachdem uns zu Ohren gekommen ist, dass ab und an statt eines Osterhasen ein Ostermeerschweinchen durch die Gärten springt und bunte Ostereier hinterlässt, haben wir ein Fahndungsbild entwerfen lassen.

Ob es das Ostermeerschweinchen tatsächlich gibt, das wissen wir nicht. In wenigen Tagen reisen wir ins entfernte Peru. Auch dort wird Ostern gefeiert. Und das Meerschweinchen ist im Andenstaat allemal präsenter als in Deutschland. Sollten wir einem Cuy („Meerschweinchen“) mit einem Korb voll mit Eiern über den Weg laufen, werdet ihr es als erstes erfahren.

Damit wünschen wir ein freudiges Osterfest und viele bunte Eier vom Osterhasen oder auch vom Ostermeerschweinchen.

Und denkt an Mama und Papa Hase! Unsere fleißigen Strickerinnen in Peru haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um vielen Kindern mit unseren lieben Kuschelfreunden das Osterfest zu versüßen.

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