Unsere zweite Woche in Peru haben wir fast ausschließlich Mama Ocllo gewidmet. Besuche von Lieferanten unserer Babymode sowie unserer Kuscheltiere. Ausbau unseres Netzwerks und Suche nach neuen Inspirationen.

Eine erfolgreiche Woche mit vielen Terminen und Erledigungen. Und Miguelito immer mit im Gepäck. Glücklicherweise hat unser Baby überall mit Begeisterung teilgenommen. Naja, fast überall. Denn irgendwann kommt dann doch der Punkt, an dem es Spannenderes gibt, als übers Geschäft zu sprechen.

Wochenstart auf dem Uni Campus

Der Wochenbeginn war ganz unserer Kooperation mit der Pontificia Universidad Católica del Perú (PUCP) gewidmet. Wir haben an anderer Stelle bereits über unsere Zusammenarbeit mit einer der renommiertesten Universitäten in Peru berichtet (zum Blogartikel). Seit Anfang 2013 sind wir Teil des Programms für Inkubatoren (CIDE) der Uni. Als erstes im Ausland ansässiges Start-up werden wir nun drei Jahre lang beim Unternehmensaufbau von erfahrenen Coaches begleitet. In der PUCP haben wir einen wichtigen Repräsentanten unserer Babymode in Peru und einen kompetenten Ansprechpartner für diverse Bereiche gefunden.

Am Montag betraten wir den Campus erstmals als junge Unternehmer und Familie. Eine ganz neue und bereichernde Erfahrung. Statt Seminare und Klausuren, Meetings mit den verschiedenen Fachbereichen des CIDE. Was während dem Studium trockene Theorie war, nimmt nun, Jahre später, in der Praxis Form an.

Gwendolyn, unsere direkte Ansprechpartnerin des CIDE, bereitete uns ein herzliches Willkommen und nahm zugleich Miguelito in Beschlag. Eine große Stütze für uns. Fast drei Stunden spielte sie mit unserem Baby, stellte ihn nach und nach dem gesamten CIDE Team vor und brachte ihn nur gelegentlich vorbei, immer dann, wenn der Hunger kam oder die Windel voll war. Eine derartige Betreuung hatten wir tatsächlich nicht erwartet. Umso entspannter machten wir uns am späten Nachmittag wieder auf den Weg nach Hause. Um einiges an Wissen reicher, mit einem zufriedenen Miguelito und einer Menge neuer Projekte.

Wiedersehen mit den Lieferanten unserer Kuscheltiere

Dann stand noch der Besuch unserer Kuscheltier-Lieferanten auf dem Plan. Am Dienstag wurden wir vom Team des Casa de la Mujer Artesana („Haus der Künstlerinnen“) freudig empfangen. Nur ein kleiner Spaziergang ist es von unserem Haus zur Zentrale der Non-Profit-Organisation Manuela Ramos in Lima, Peru.

2012 haben wir Alicia, Projektleiterin von Casa de la Mujer Artesana (wirtschaftlicher Zweig der NGO), auf der Ethical Fashion Show in Paris kennengelernt. Begeistert von der Arbeit der Organisation, die sich für die Rechte der Frauen im Andenstaat einsetzt und ihnen zu einem wertvollen Zusatzeinkommen verhilft, begannen wir gleich im Anschluss mit unserer Zusammenarbeit. Seither stricken Frauen aus den Anden für uns Mama Ocllo Fingerpuppen, Baby Boots aus Alpaka Wolle und Kuscheltiere aus Biobaumwolle.

Zum ersten Mal also betreten wir das schöne blaue Gebäude, das nicht nur eine Menge fleißiger, teils ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen, beherbert, sondern auch eine riesige Familie an Kuscheltieren: Hasen, Schafe, Seepferde, Kraken, Bären …

Links neben dem Haupteingang der Räumlichkeiten von Manuela Ramos geht es in die liebevoll eingerichtete Boutique der Künstlerinnen.

Kaum überschreitet man die Türschwelle lachen einen Kuscheltiere von allen Seiten an. Schnell entdecken wir unsere Bio Hasen und Pepe den Wal. Hier also beglücken unsere süßen Kuscheltiere Besucher der NGO und schenken peruanischen Babys sowie Babys von Touristen ein Lächeln.

Während wir im Eingangsbereich von Lara, unserer Ansprechpartnerin, begrüßt werden und die Kuscheltiere bestaunen, blinzelt mir ununterbrochen eine kleine blaue Krake aus Biobaumwolle zu. Es muss wohl Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, denn kurzum landet das süße handgestrickte Kuscheltier in meiner Tasche. Von Miguelito als besonders Baby tauglich abgesegnet bestellen wir gleich ein paar Kraken, die uns auf unserer Reise nach Deutschland begleiten werden. Schon bald wird sich die Krake – einen Namen bekommt sie natürlich noch – zu unseren Kuscheltieren im Shop (Mama Hase, Papa Hase und Pepe der Wal) gesellen.

Nach einer ausgiebigen Führung durch die Büroräume der NGO und nachdem wir das ganze Team persönlich kennengelernt haben, machen wir uns mit einem kleinen lila Häschen (ein Geschenk der Frauen für unseren kleinen Miguelito) glücklich auf den Weg nach Hause.

Besuch unser Babymode Lieferanten

Last but not least, unser Wiedersehen mit den Produzenten unserer Bio Babymode.

Mariella, Geschäftsführerin des Familienbetriebs, erwartet uns bereits mit ihrer zweijährigen Tochter Kassandra. Während Kassandra durch das Haus tobt, rollt Miguelito auf der Coach hin und her und wir können uns gemütlich über unsere bisherige Zusammenarbeit sowie künftige Produktionen unterhalten.

Mariella ist selbst Mutter von zwei Mädchen, Chiara und Kassandra. Chiara kam in München zur Welt, wo Mariella ein paar Jahre lebte. Damals entstand die Idee, sich auf bio-zertifizierter Pima Babymode in Peru zu spezialisieren. Ein mutiges Unterfangen, denn zu diesem Zeitpunkt stand der Biomarkt im Andenstaat noch ganz am Anfang. Und auch heute noch, ca. 7 Jahre später, spielt Bio für die meisten Peruaner eine unbedeutende Rolle.

Für uns also ein Glückgriff. Denn einen zuverlässigen Produzenten hochwertiger Babymode aus Biomaterialien zu finden ist tatsächlich eine Herausforderung. Mariella selbst kommt aus einer Textilfamilie, hat sich ihre eigene Schneiderei aufgebaut und ist von ihrer Art her beinahe „deutsch-perfektionistisch“, was die Konfektion der Babykleidung angeht.

Vertrauen, Know How und Zuverlässigkeit, drei fundamentale Kriterien für Mama Ocllo, denn nur so können wir mit gutem Gewissen die erstklassige Qualität unsere Pima Bio Babymode garantieren.

Und so hoffen wir auch künftig auf eine gewinnbringende Zusammenarbeit mit Mariella, uns dies für beide Seiten.

Entspurt in Peru

Noch wenige Tage verbleiben uns. Vollgepackte Tage, die eigentlich nur der Familie gelten sollten. Doch da sich kurzerhand noch einige Projekte für Mama Ocllo aufgetan haben, werden wir bis zum Schluss zweigleisig fahren und mit vielen neuen Ideen, aufgeladenen Batterien und wundervollen Eindrücken in den deutschen Frühling zurückkehren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.