Jedes Jahr am 5. November spielen, zu Ehren der Gründung der Stadt Puno, mehr als 300 Schauspieler die Legende von Manco Cápac und Mama Ocllo nach, wie sie dem Titicaca-See entstiegen, um das Inkareich zu gründen.

Die Legende von Mama Ocllo und Manco Capac

Die Reise des legendären Paares über den höchst gelegenen Binnensee weltweit, beginnt um ca. 6 Uhr morgens auf den Urus-Inseln, wo zunächst „Mamacocha“ (Mutter des Wassers) symbolisch Opfergaben dargebracht werden.

Manco Cápac, Mama Ocllo und ihr Gefolge überqueren das Wasser auf drei eindrucksvollen Schiffen aus Totora (Schilfart), umgeben von kleineren Booten.

Nach drei Stunden Fahrt erreichen sie das Festland, wo sie mitTrommelschlägen und den dumpfen Tönen andiner Pututos (Ochsenhörner) empfangen werden.Diverse ethische Gruppen führen ihnen zu Ehren traditionelle Tänze aus verschiedenen Regionen auf, während hunderte von Touristen dem Spektakel fröhlich beiwohnen.

Später begibt das das Paar in das Zeremonienzentrum. An jener Stelle versenkte Manco Cápac einst den goldenen Stab. Es wird die Gründung des Inkareichs nachgespielt. Man opfert Pachamama (Mutter Erde) und Mama Cota (Geist des Titicacasee) ein Lama, damit sie den Menschen stets wohlgesinnt sein mögen. Im Anschluss halten der Inka und seine Begleiterin eine Rede über das Schicksal, das ihr Volk früher oder später ereilen würde. Damit wird der Tanz eingeleitet.

(Originalartikel verfasst in spanischer Sprache von Manuela Ramos: http://casadelamujerartesana.com/articulo37.html)

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